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Friedhofssatzung

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Gemeinderatsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN

25. Oktober 2007


Grabsteine aus Kinderarbeit? - GRÜNE wollen Friedhofssatzung ändern

Die GRÜNEN im Karlsruher Gemeinderat möchten eine Änderung der  Friedhofssatzung herbeiführen. Nach  ihren Vorstellungen sollen nur noch Grabsteine aufgestellt werden dürfen,  die nachweisbar nicht in Kinderarbeit hergestellt wurden. Für die Grünen hat Stadtrat Michael Borner beantragt, die Satzung um folgende Passagen zu ergänzen:

"Es dürfen nur Grabmale aufgestellt  werden, die nachweislich in der gesamten  Wertschöpfungskette ohne ausbeuterische  Kinderarbeit im Sinne der ILO-Konvention 182 hergestellt sind. Dem Antrag auf Genehmigung sind Nachweise über die Produktionsbedingungen beizufügen. Sie sind Voraussetzung für die Genehmigungsfähigkeit."

Mittlerweile kommt ein großer Teil der in Deutschland verwendeten Grabsteine aus Indien. Den dortigen Steinbruch-Betreibern wird von Hilfsorganisationen wie Misereor vorgehalten bis zu 150 000 Kinder  auszubeuten. Millionen Kinder in aller  Welt leisten unter skandalösen Bedingungen Schwerstarbeit.

“In Indien beispielsweise ist  Kinderarbeit nach internationalem und indischem Recht zwar verboten und doch schuften Kinder in indischen Steinbrüchen und brechen Rohlinge, die  dann, industriell zu Grabsteinen  bearbeitet, die Friedhöfe auch in Karlsruhe zieren”.

Die GRÜNEN sind sich sicher, dass der Ausschluss von Grabsteinen aus Kinderarbeit im Sinne der Karlsruher  Bürgerinnen und Bürger ist. “Wir sind davon überzeugt, dass die übergroße  Mehrheit es als Verletzung von Pietät und Begräbniskultur empfindet, wenn ihre gestorbenen Angehörigen unter  Grabsteinen ruhen, für deren Produktion  Kinder ihre Gesundheit und ihr Leben in Steinbrüchen ruinieren müssen”, schließt  Stadtrat Borner seine Stellungnahme ab.

 

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