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Altenhilfe bleibt bei Heimstiftung

stadtzeitung57

22. Oktober 2010

 

Altenhilfe bleibt bei Heimstiftung

(maf) Die FDP wollte sich des Bereichs Altenhilfe der Heimstiftung entledigen und stand damit im Gemeinderat allein auf weiter Flur. Laut FDP-Chefin Rita Fromm leisteten die Seniorenzentren, die Mobile Pflege sowie das Betreute Wohnen der Heimstiftung zwar gute Arbeit, aber die letzten Jahre hätten eine "strukturelle Unterfinanzierung" zutage gefördert und das obwohl die zu Pflegenden vergleichsweise tief in die Tasche greifen müssten.

Als rechtlich problematisch schätzte hingegen die Verwaltung einen möglichen Verkauf ein, dies bedinge die Änderung des Stiftungszwecks und sei - wenn überhaupt - nur unter strengen Voraussetzungen möglich. Die finanzielle Schieflage hänge auch mit der Generalsanierung des Durlacher Parkschlössle zusammen. Außerdem fielen die höheren, weil tarifgebundenen Personalkosten ins Gewicht.

Aber das Ganze ist sowieso vom Tisch. CDU-Stadtrat Dr. Thomas Müller verwies auf den vom Stiftungsrat beschlossenen Konsolidierungskurs, der eine gewisse Zeit brauche und nicht "von heute auf morgen" greife. "Soziale Kaltschnäuzigkeit" warf Grünen-Stadtrat Michael Borner den Freien Demokraten vor und verurteilte damit einhergehende "Dumpinglöhne".

SPD-Sprecherin Doris Baitinger war froh, dass es gelungen sei, "in diesem sensiblen Bereich die Tarifbindung zu erhalten" und prophezeite, die Gesellschaft müsse irgendwann Rechenschaft darüber ablegen, "was ihr Pflege wert ist".

Geradezu "empörend" fand KAL-Stadträtin Margot Döring den von der FDP vorgeschlagenen Sparkurs, der "auf dem Rücken alter und pflegebedürftiger Menschen und von Fachkräften" ausgetragen werde und auch Jürgen Wenzel (FW) setzte auf die Maxime "Mensch statt Gewinn". Für Sabine Zürn (Die Linke) muss Pflege unter den Gesichtspunkten "Qualität, Zeit und menschliche Zuwendung" organisiert werden.

parkschloessle

 

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